Steuerliche Absetzbarkeit

Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit in der privaten Rentenversicherung

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge liegt auf der Hand: Die gesetzliche Rentenversicherung allein genügt nicht, um nach Erreichen des Rentenalters den Lebensstandard zu wahren. Deshalb unterstützt der Staat die selbst getroffene Altersvorsorge: entweder durch Zuschüsse zu den Versicherungsbeiträgen oder durch die Möglichkeit die Beiträge der Rentenversicherung in der jährlichen Steuererklärung abzusetzen.

Förderung der Altersvorsorge für Angestellte
Bei Angestellten gibt es verschiedene Optionen der staatlichen Förderung. Die bekanntesten sind die so genannte Riester-Rente und die betriebliche Rentenversicherung. Bei beiden Varianten zahlt der Staat Zuschüsse zu den fälligen Beiträgen, so dass der Angestellte diese nicht allein tragen muss.
Eine weitere Möglichkeit ist es die Beiträge in der Steuererklärung anzuführen und sich durch die steuerliche Absetzbarkeit einen Teil des Geldes zurückzuholen. Da bei jedem Menschen die Sachlage anders ist, ist die Entscheidung nicht einfach, ob eine geförderte Rentenversicherung oder die Absetzbarkeit für den Betreffenden günstiger ist. Aus diesem Grund führt das Finanzamt am Ende des Steuerjahres eine “Günstigerprüfung” durch. Hier wird individuell geprüft, welche Option die jeweils bessere ist. So können die Beiträge zur Riester-Rente mit höchstens 2100 Euro unter der Rubrik “Vorsorgeaufwendungen” jährlich abgesetzt werden. Sind nun die Beitragszuschüsse des Staates höher als die mögliche Steuerersparnis, so kann dieser Weg gewählt werden. Hier entscheidet der Einzelfall.
Die Altersvorsorge für Selbstständige
Bei freiberuflich oder selbstständig tätigen Menschen ist es die Rürup-Rente, mit der die private Rentenversicherung unterstützt werden kann. Aktuell lassen sich hierbei für Ledige 15.200 Euro und für Verheiratete 30.400 Euro Beträge absetzen. Zugleich ist ein jährliches Wachstum um 2 % in der Absetzbarkeit enthalten.
Was bei Angestellten unter “Vorsorgeaufwendungen” fällt, wird bei Selbstständigen mit “Sonderausgaben” kategorisiert. Maximal 60 % der Beiträge zur privaten Rentenversicherung können hier abgesetzt werden. Hinzu kommen die jährlichen 2 % – bis die vollen 100 % erreicht sind.
Bei der herkömmlichen Rentenversicherung hingegen sieht es anders aus. Diese wird nur dann als Sonderausgaben anerkannt, wenn der Abschluss dieser Altersvorsorge – inklusive der ersten Beitragszahlung) vor 2005 erfolgte. Das Maximum an Absetzbarkeit beträgt 88 % – jedoch lediglich in Addition mit weiteren Versicherungsbeiträgen und bis zu einer Grenze von 1500 Euro.
Diese Fakten zeigen: Bei der Altersvorsorge sollte nichts dem Zufall überlassen werden – und die staatlichen Hilfen können sich durchaus lohnen. Da jedoch bei jedem Menschen andere Voraussetzungen gelten, ist es ratsam genau zu vergleichen, zu rechnen und in aller Ruhe die optimale Form der privaten Altersvorsorge auszuwählen.